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Das Wirtschaftsmagazin

Die SPD muss Umverteilung und Wachstum versöhnen

Die SPD steckt tief in der Krise. Sie braucht eine Politik, die soziale Sicherheit, wirtschaftliche Produktivität und gesellschaftlichen Fortschritt vereint.

4 Minuten Lesedauer
SPD-Mitglieder im Willy-Brandt-Haus (Symbolbild). Credit: IMAGO/imagebroker
Laufen die Genossen im Willy-Brandt-Haus etwa nach rechts? Credit: IMAGO/imagebroker

Die SPD könnte schon bald unter die Zehnprozentmarke abstürzen. Ein Blick auf die jüngsten Umfrageergebnisse legt nahe, dass die Sozialdemokraten in der schwarz-roten Koalition wenig zu gewinnen, aber viel zu verlieren haben. Nach ihrem historisch schlechten Bundestagswahlergebnis liegt sie mittlerweile nur noch bei zwölf Prozent, weitere vier Prozentpunkte unter dem ohnehin desaströsen Ergebnis vom Februar 2025. 

Die Krise der Sozialdemokratie

So beunruhigend diese Entwicklung auch ist, wirklich überraschend kommt sie nicht. Die Partei hat in den vergangenen Jahrzehnten nicht einfach an Profil verloren, sondern an politischer Identität. Was heute Sozialdemokratie heißt, ist nach den vielen Kurs- und Personalwechseln der letzten Jahre nicht klarer, sondern immer unklarer geworden. Die Krise der SPD liegt deshalb tiefer. Sie besteht in einer grundlegenden Verunsicherung darüber, was Sozialdemokratie ist und welche gesellschaftliche Aufgabe sie erfüllen soll.

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