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Umfrage: 82 Prozent von Millionären für Obergrenze bei Parteispenden

Selbst die Superreichen sind überzeugt: Ihre Macht verschafft ihnen Einfluss auf die Politik. Einige fordern Gegenmaßnahmen.

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Eine Umfrage zeigt, dass der Einfluss Superreicher auf die Politik groß ist. Credit: IMAGO/Achille Abboud

Einer aktuellen Umfrage zufolge sind 77 Prozent der Millionärinnen und Millionäre weltweit der Ansicht, dass Superreiche politischen Einfluss kaufen. Befragt wurden 3.900 Personen durch die Organisation Patriotic Millionaires, einen Zusammenschluss reicher US-Amerikanerinnen und -Amerikaner, die eine gerechtere Besteuerung fordern. Die Umfrage ergab, dass 81 Prozent glauben, dass extrem wohlhabende Personen durch ihren Reichtum Zugang zu Politikerinnen und Politikern erhalten können, und 71 Prozent, dass Menschen mit extremen Vermögen Wahlen maßgeblich beeinflussen können.

Gleichzeitig sahen 62 Prozent der Millionärinnen und Millionäre in der Befragung in extremem Reichtum eine große Gefahr für die Demokratie. 82 Prozent waren der Meinung, dass es eine Obergrenze dafür geben solle, wie viel Geld Politikerinnen und politische Parteien von Einzelpersonen erhalten dürfen.

Anlässlich der Umfrage haben Patriotic Millionaires, Oxfam, Millionaires for Humanity und taxmenow gemeinsam einen offenen Brief verfasst. Darin forderten 400 Millionäre und Millionärinnen aus 24 Ländern die Politik auf, die extreme Vermögenskonzentration zu bekämpfen und Superreiche zu besteuern. Amitabh Behar, Geschäftsführer von Oxfam International, sagte laut Oxfam-Mitteilung: »Regierungen müssen jetzt Steuern für die Superreichen einführen und der Verringerung von Ungleichheit höchste Priorität einräumen. Die Welt kann diesen gefährlichen Kurs nicht fortsetzen.«

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