Die Vielfachkrisen unserer Zeit lassen sich nicht mit traditionellen ökonomischen Denkmustern bewältigen. Denn ökonomisch zu denken muss auch heißen, Veränderung aktiv zu gestalten. Die vorgestellten Autorinnen und Autoren und deren Werke zeigen, wie moderne Klassiker der politischen Ökonomie den Blick auf gegenwärtige Herausforderungen erweitern können. Sie eint die Einsicht, dass Wirtschaft nicht naturgegeben, sondern politisch gestaltbar ist. Die hier diskutierten Texte sind Teil einer breiteren, kuratierten Sammlung von Schlüsseltexten für die Wirtschaft von morgen, die bereits in der wirtschaftswissenschaftlichen Lehre erprobt wird.
Wegweisend waren bei der Erarbeitung des Kanons verschiedene Fragen: Was ist die »Wirtschaft von morgen«? Was definiert einen »Klassiker«? Welche gesellschaftlichen Themen gilt es primär zu adressieren? Welche Bedarfe bringen Lernende und Lehrende mit? Aus unserer Liste empfehlen wir hier acht moderne Klassiker der pluralen Ökonomik.
1. Kate Raworth: Donut-Ökonomie
Ein Instrumentarium, um Wirtschaft breiter und im Sinne der Menschen zu denken, liefert Kate Raworth mit der Donut-Ökonomie: Das Ziel ist das gute Leben innerhalb der bestehenden materiellen Grenzen. Das Soziale und das Ökologische werden im Bilde des »Donuts« als innere und äußere Grenze mitgedacht. Der Donut liefert damit Orientierung für das Wohin einer zukunftsfähigen Ökonomie und verbindet die eingebettete Perspektive der ökologischen Ökonomik mit einer offenen Haltung zur Frage, ob das Bruttoinlandsprodukt wachsen soll oder nicht.
2. Adelheid Biesecker und Sabine Hofmeister: Neuerfindung des Ökonomischen
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