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Das Wirtschaftsmagazin

Minus 4,5 Prozent: Deutschland ruiniert seine Psychotherapie

Die deutsche Psychotherapie steckt in ihrer bisher tiefsten Krise. Politische Fehlentscheidungen gefährden Gesundheit und Jobs vieler Menschen.

4 Minuten Lesedauer

Kundgebung gegen die Honorarsenkung in der Psychotherapie in Nürnberg, 21. März 2026. Credit: IMAGO / Moritz Schlenk

Wie soll man angesichts der Weltlage nicht in Depressionen verfallen? Weltweit bäumt sich ein neuer Imperialismus auf, Technokraten arbeiten fleißig an der Erosion der Demokratie, junge Menschen beobachten den Niedergang ihrer Rente, während Politiker von ihnen mehr Arbeit für noch niedrigere Löhne verlangen. Die psychische Belastung für junge wie alte Generationen ist enorm. Gerade jetzt, wo therapeutische Angebote dringend benötigt werden, steht Deutschland vor einer heruntergewirtschafteten, dysfunktionalen Psychotherapie. Eine Reform brachte statt der erhofften Besserung gravierende Nachwuchsprobleme. Und damit nicht genug, denn der Bewertungsausschuss des Gesundheitswesens kürzt ab dem ersten April dieses Jahres die Honorare für Psychotherapeuten um ganze 4,5 Prozent. Die Zukunft der Disziplin ist gefährdet, dabei ist es gerade die Psychotherapie, die dem angespannten Arbeitsmarkt helfen kann.   

Reform ohne Fortschritte

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Martin Seng

Martin F. Seng ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Bildungsreferent und freier Journalist. Er beobachtet die Interdependenzen von Medien, Propaganda und Politik.

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