Vor fünf Jahren fand der rechtsextreme Anschlag in Hanau statt. Neun Menschen wurden aufgrund rassistischer Motive ermordet – in Bars, einem Shisha-Café, einem Kiosk, auf offener Straße, auf einem Parkplatz. Die Behörden haben versagt. Der Täter war der Polizei bekannt und besaß dennoch eine Schusswaffe. Der Notruf funktionierte nicht, der Notausgang der Arena-Bar war verschlossen – mutmaßlich auf behördliche Anordnung. Angehörige blieben tagelang uninformiert. Ein Drittel der in dieser Nacht eingesetzten SEK-Beamten gehörte zu Nazi-Chatgruppen.
Seitdem kämpfen die Hinterbliebenen, unterstützt von zivilgesellschaftlichen Initiativen, um Gerechtigkeit, Aufklärung und Konsequenzen. Eine würdevolle Gedenkkultur für die Opfer des Anschlags soll entstehen. Doch die materiellen Voraussetzungen dieses Gedenkens sind oft prekär. Vor allem finanzielle staatliche Unterstützung fehlt.
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