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Das Wirtschaftsmagazin

US-Strafzölle: Merz lässt sich erneut von Trump erpressen

Trump zielt mit neuen Zöllen auf die deutsche Autoindustrie. Deutschland rutscht tiefer in die Krise und der Kanzler schaut nur zu.

4 Minuten Lesedauer
Donald Trump (r) und Friedrich Merz (l) reden im Oval Office. Credit: IMAGO/ZUMA Press Wire
Erneut führt Donald Trump (r) Friedrich Merz (l) bei den Zöllen vor. Credit: IMAGO/ZUMA Press Wire

Widerworte bestraft der große Bruder sofort. Auf die Ankündigung der Bundesregierung, sich nicht an Kampfhandlungen in der Straße von Hormus zu beteiligen, kündigte US-Präsident Donald Trump die nächsten Strafzölle gegen deutsche Unternehmen an. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte zum ersten Mal in seiner Amtszeit Kritik an Trump geäußert. Beim Besuch einer Schulklasse im sauerländischen Marsberg wählte er die Worte, die er später bereuen dürfte. Die USA seien von der iranischen Führung »gedemütigt« worden, sagte Merz.

Für Trump war das genug: »Er weiß nicht, wovon er redet«, postete er auf Truth Social. »Kein Wunder, dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch sonst.« Als Quittung kündigte er an, 5000 US-Soldaten aus Deutschland abzuziehen und 25 Prozent Zölle auf Warenimporte aus Europa zu erheben. Es ist ein gezielter Schlag gegen die deutsche Industrie, die bereits tief in der Krise steckt. Werden sich Deutschland und die EU gegen die Erpressung der USA zur Wehr setzen? 

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Simon Zeise

Simon Zeise ist Wirtschaftsjournalist. Er publiziert regelmäßig über die politische Ökonomie der Finanzmärkte und Geopolitik.

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