zum Inhalt
Das Wirtschaftsmagazin

Die globale monetäre Ordnung wackelt – doch IWF und Weltbank schlafen

Die Iran-Krise bringt auch die Bretton-Woods-Institutionen zum Beben. Doch die setzen auf »Business as usual« und verschlimmern die Krise.

6 Minuten Lesedauer
IWF-Geschäftsführerin Kristalina Georgieva hält eine Pressekonferenz beim Frühjahrstreffen des IWF und der Weltbank. Credit: IMAGO/ABACAPRESS
IWF-Geschäftsführerin Kristalina Georgieva. Credit: IMAGO/ABACAPRESS

Die Weltwirtschaft taumelt von Jahr zu Jahr von Krise zu Krise. »Je größer unsere Nervosität ist, desto mehr Menschen kommen zu den Frühjahrs- und Jahrestagungen. Letztes Jahr hatten wir einen Handelsschock – mit Rekordbeteiligung. Dieses Jahr haben wir einen Energieschock – und wir haben den Rekord erneut gebrochen«, stellt IWF-Direktorin Georgieva bei einer Podiumsdiskussion auf der diesjährigen Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank fest. Doch in den stark klimatisierten Hauptquartieren, in denen jedes Jahr in Washington, D. C. Politikerinnen, Geschäftsleute, Think-Tankler und NGOler aus der Entwicklungspolitik zusammenkommen, ließ sich fast vergessen, dass wir derzeit keine Naturkatastrophe durchleben, dass das Gastgeberland einen Krieg vom Zaun gebrochen hat und dass die Stützen eines globalen entwicklungspolitischen Systems wegbröckeln.

Obwohl die Tagung inmitten eines veritablen Zusammenbruchs des bisherigen multilateralen Systems stattfindet, herrscht eine Business-as-usual-Atmosphäre. Die beiden zentralen Institutionen der globalen Finanzarchitektur reagieren, ganz gemäß ihrem Design, mit Anpassung und Entpolitisierung.

Der IWF hat dem Globalen Süden nichts anzubieten

Jetzt mit kostenloser Probewoche weiterlesen:

Zur Probewoche

Gibt’s schon einen Account? Login

Simon Pompé

#8 – Wirtschaftsdemokratie

Chefs bestimmen, Aktionäre verdienen: Für gerechten Wohlstand müssen die Beschäftigten regieren.

Zum Magazin