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Das Wirtschaftsmagazin

Wie Trumps Krypto-Offensive Amerikas Macht untergräbt

Die Trump-Familie verdient Milliarden mit Krypto. Was gut fürs Geschäft ist, wird zur geopolitischen Waffe für andere.

4 Minuten Lesedauer
Münzen verschiedener Kryptowährungen auf US-Dollar-Scheinen. Credit: IMAGO/imagebroker
Münzen verschiedener Kryptowährungen auf US-Dollar-Scheinen. Credit: IMAGO/imagebroker

Der Ouroboros, die antike Darstellung einer Schlange, die ihren eigenen Schwanz verschlingt, symbolisiert seit jeher selbstzerstörerische Strategien. Damit ist er eine treffende Metapher für die aktuelle Politik von US-Präsident Donald Trump. Sein rücksichtsloser und illegaler Krieg gegen den Iran ist das deutlichste Beispiel dafür, doch die begeisterte Hinwendung seiner Regierung zu Kryptowährungen steht für eine subtilere, schleichendere Ausprägung derselben selbstzerstörerischen Tendenz.

Im Gegensatz zu herkömmlichem Geld sind Kryptowährungen in der Regel kein gesetzliches Zahlungsmittel und werden nicht staatlich gestützt. Ihr Preis wird weitgehend von der Marktnachfrage bestimmt, die vor allem durch die Möglichkeit beflügelt wird, Transaktionen zu verschleiern sowie Vorschriften, Steuern und rechtliche Kontrollen zu umgehen. Dies macht Kryptowährungen nicht nur für Spekulanten attraktiv, deren Aktivitäten ihre extreme Volatilität befeuern, sondern auch für Kriminelle und andere zwielichtige Akteure.

Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus hat sich Trump als einer der prominentesten Fürsprecher der Branche positioniert. Dies wohl als Reaktion auf die massiven Wahlkampfspenden, die er von großen Krypto-Investoren erhalten hat, aber auch als Ausdruck seiner eigenen Geschäftsinteressen: Mitglieder der Trump-Familie sollen Berichten zufolge rund 5 Milliarden Dollar durch verschiedene Krypto-Projekte erzielt haben.

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Jayati Ghosh

Jayati Ghosh ist Entwicklungsökonomin und Professorin für Wirtschaftswissenschaften an der University of Massachusetts Amherst, USA.

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