Der »Herbst der Reformen« setzt den Sozialstaat unter Druck
Union und SPD wollen massiv bei Rente, Pflege und Gesundheit sparen. Was diesen Herbst auf dem Spiel steht – und warum das der Wirtschaft schadet und der AfD nützt.
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Union und SPD wollen massiv bei Rente, Pflege und Gesundheit sparen. Was diesen Herbst auf dem Spiel steht – und warum das der Wirtschaft schadet und der AfD nützt.
Nach jahrelangem Reallohnverlust kämpfen Angestellte im öffentlichen Dienst für echte Steigerungen.
Er soll minimiert werden, dabei kann er viel leisten: Der Sozialstaat verteilt nicht nur Vermögen, sondern auch Unsicherheiten um.
Qualifizierte Arbeitskräfte schafft Deutschland nicht durch Sparpolitik, sondern durch einen stärkeren Sozialstaat.
Die Bundesregierung hält den Sozialstaat für »nicht finanzierbar«. Dabei ist er notwendige Voraussetzung einer hochproduktiven Wirtschaft.
Durch Ausgaben und Schulden für die Aufrüstung fehlt das Geld an anderer Stelle. Kürzungen bei Sozialem dürfen nicht die Lösung sein.
Die SPD hat immer größere Probleme, die Arbeitenden für sich zu gewinnen. Ändert sich das nicht, wird sich ihre Krise verschärfen.
Die Reallöhne wachsen wieder, doch sie liegen noch unter dem Vorkrisenniveau. Verdi-Chefökonom Dierk Hirschel blickt auf vergangene und kommende Arbeitskämpfe.