Die Wirtschaft stagniert, die Aktionäre werden reicher
Die deutsche Wirtschaft steckt in der Krise. Doch an der Börse geht es trotzdem bergauf.
Stephan Kaufmann ist Wirtschaftsjournalist, verfasste einige Bücher und schreibt heute unter anderem für nd.DieWoche, Frankfurter Rundschau, Freitag und Deutschlandfunk.
Die deutsche Wirtschaft steckt in der Krise. Doch an der Börse geht es trotzdem bergauf.
Ein Jahr, zwei Welten: Während Milliardäre und Rüstungskonzerne 2025 triumphierten, versanken andere in der Krise. Ein Jahresrückblick.
Frauen verdienten 2025 16 Prozent weniger als Männer. Solang Unternehmen die Teilzeit ausbeuten, wird sich das kaum ändern.
Die gesetzliche Rente ist unsicher, die Regierung ruft zur privaten Altersvorsorge auf. Davon will vor allem der Finanzmarkt profitieren.
Fundamentale Unsicherheiten prägen Wirtschaft, Politik und den Alltag der Menschen. Das verändert auch die internationale Ordnung.
Der Kanzler scheint ein Problem mit migrantischen Menschen im Stadtbild zu haben. Doch sie halten das Land wirtschaftlich längst am Laufen.
Mit dem Autogipfel will Merz signalisieren, dass er die Krise der Branche angeht. E-Autos gehören die Zukunft, doch sie rentieren sich nicht.
Mieten steigen schneller als die Einkommen. Was für Mieterinnen und Mieter oft Armut bedeutet, ist für Investoren beruhigend. Denn das »Blasenrisiko« ist gesunken.
Politiker und Unternehmer fordern mehr Eigenverantwortung der Beschäftigten, um die Lohnnebenkosten zu deckeln. Das ist ein Angriff auf den Sozialstaat.
Rufe aus dem Unternehmerlager nach Sozialkürzungen werden immer deutlicher. Der neoliberale Sachverstand schließt sich an.
Im Haushalt klafft ein Milliardenloch. Konsolidieren will es Schwarz-Rot über den Sozialstaat, für andere Bereiche ist jedoch genügend Geld da.
Lohnabhängige sollen mehr arbeiten, fordern Ökonomen und Politiker. So sollen Arbeitskosten für Unternehmen niedrig bleiben.
Die Stromsteuersenkung für Verbraucher bleibt aus, doch die Körperschaftsteuer wird gesenkt. Das wird das Wachstum nicht fördern.
Rüstungskonzerne profitieren von den geopolitischen Spannungen. Staatliche Rüstungsmilliarden fließen in einen monopolistischen Markt.
Die Wirtschaftskrise trifft nicht alle. Während Jobs und Investitionen abgebaut werden, erreichen die Dividenden neue Rekorde.